Eichhörnchen - Hilfe Berlin/Brandenburg e.V.

Aktueller Hinweis: Derzeit können keine Hörnchen mehr aufgenommen werden, die Kapazität der Station ist restlos ausgeschöpft. In Notfällen erreichen Sie auch unsere Kooperationspartner (Kontakt) oder schauen auf unsere entsprechende Notfall-Seite.












Den Garten sicher machen

Mit den meisten hier aufgeführten Punkten helfen Sie übrigens nicht nur den Hörnchen, sondern auch Igeln, Vögeln, anderen Wildtieren und Haustieren.

Als erstes ist die möglichst naturnahe Gestaltung der Gärten und Grünflächen wichtig. Hohe Bäume, dichte Hecken, Sträucher und Obstbäume bieten Lebensraum für viele Tiere. Hierbei sind natürlich auch Haselnusssträucher für die Hörnchen zu nennen. Bitte überlegen Sie also gut, ob der Baum in Ihrem Garten wirklich gefällt werden muss. Es könnte ein Nest mit Eichhörnchen- oder Vogeljungen darin versteckt sein.

Überlebenswichtig für unser Eichhörnchen ist das Vorhandensein von Wasserquellen. Gibt es keinen Teich, der im Übrigen durch Randbepflanzungen oder Juteabdeckungen gut abgesichert sein muss, damit Tiere, die ggf. abrutschen, wieder aus eigener Kraft herauskommen können, so kann man Wasserquellen schaffen, indem man flache Schalen (größere Blumenuntersetzer) aufstellt und diese regelmäßig mit Wasser befüllt. Gerade in heißen Sommern erreichen mich viele Anrufe, in denen mir geschildert wird, wie auch erwachsene Hörnchen dehydriert auf dem Boden liegen. Vorsorge ist leicht zu treffen, auch auf Balkonen, die von Hörnchen besucht werden.

Bitte achten Sie darauf, Regentonnen mit z. B. einer Drahtabdeckung zu sichern und Swimmingpools komplett abzudecken, damit keine Tiere hineinfallen können. Es passiert unglaublich oft, dass Eichhörnchen in den Tonnen und Pools ertrinken. Wenn es sich dabei um Muttertiere handelt, geht der ganze Wurf ebenfalls zugrunde. Und es ist doch so einfach, dies mit ein paar Handgriffen zu verhindern. Wir müssen gestehen, dass wir den hier so typischen Satz: „Das ist ja noch nie passiert.“ nicht mehr hören können.

Schnell-Tipps zum sicheren Garten

1. Sichern Sie Ihre Regentonnen!
2. Stellen Sie Trinkschalen auf!
3. Kontrollieren Sie bei Grünarbeiten auf Nester!
4. Verwenden Sie nur ungefährliche Gifte!
5. Bringen Sie Blaukorn nur mit Wasser verdünnt auf!
6. Behalten Sie Vogelfraß-Netze im Auge!


Vorsicht bei Giften!

Als Gartenbesitzer wissen wir auch, wie ärgerlich es sein kann, wenn den grad gepflanzten Pflänzchen von den gefräßigen Schnecken der Garaus gemacht wird. Viele greifen dann zum altbewährten Gift, dem Schneckenkorn. Was aber kaum einer weiß: Damit werden nicht nur die Schnecken, sondern auch Igel, Vögel und Eichhörnchen getötet! Sie sterben unter furchtbaren Qualen an den so harmlos aussehenden Kügelchen.

Auch für Haustiere, sogar Pferde, kann es den Tod bedeuten. Es gibt aber inzwischen einen bekannten Anbieter von Schneckenkorn, das wirklich nur Schnecken vernichtet, unsere Säugetiere im Garten aber nicht gefährdet. Sollten Sie also ein Mittel gegen Schneckenfraß kaufen, bitte achten Sie darauf, dass Sie die ungefährliche Alternative wählen.

Gifte aller Arten im Garten gefährden unsere Wildtiere. Dies gilt verstärkt für Mäuse- und Rattengift, das nicht fachgerecht ausgelegt wird. Auch andere Gifte, mit denen Bäume gespritzt werden, können für Eichhörnchen gefährlich werden, wenn sie z.B. an den Zweigen oder Trieben eines solchen Baumes nagen. Es gibt auch hier für Hörnchen ungefährliche Alternativen.

Netze, die beispielsweise Kirschen vor Vogelfraß bewahren sollen, können zur Falle für Hörnchen und Vögel werden! Wir wollen Ihnen das Nutzen solcher Netze natürlich nicht verbieten. Sie sollten jedoch unbedingt täglich mehrfach überprüfen ob sich ein Tier darin verfangen hat.


Gefährlicher Dünger!

Weit verbreitet – trotz natürlicher Alternativen – ist immer noch der körnige Gartendünger, das sogenannte Blaukorn. Großzügig über den Boden, um Pflanzen gestreut, mag es die Pflanzen grünen und blühen lassen, kostet aber unseren Wildtieren, wie Hörnchen und Igeln schnell das Leben. Die Eichhörnchen fressen auf ihrer Suche nach Nahrung, die sie u.a. auch auf dem Boden finden, die Düngerkörner und verenden daran qualvoll. Oder sie laufen über die mit Dünger bestreuten Flächen und nehmen den für sie giftigen Stoff durch Ablecken ihrer Pfoten auf.

Wer nicht auf das Blaukorn verzichten möchte, kann den Dünger entweder in Wasser komplett auflösen und dann über das Erdreich verteilen oder die Körner tiefer in der Erde eingraben. So bleiben unsere Wild- und auch Haustiere von Qualen und Tod verschont.

Achtung: Bitte bedenken Sie, dass die vorgenannten Produkte auch für Kleinkinder gefährlich sein können!

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